binäre und ternäre Spielweise.


binäre und ternäre Spielweise.
binäre und ternäre Spielweise.
 
Ein wesentliches Kriterium für die stilgerechte Interpretation ist in der populären Musik die Ausführung notierter Achtelfiguren. Man unterscheidet binär (lateinisch= zweiteilig) und ternär (lateinisch= dreiteilig). Binär bedeutet in diesem Zusammenhang die gleichmäßige, dem tatsächlichen Notenbild entsprechende Ausführung (straight eights, even eights), zu finden in Rock, Latin und Funk, in Marsch, Polka und Walzer.
 
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Ternär kennzeichnet die triolige (dreiteilige) Spielweise: bei zwei im Notenbild in gleicher Zeitdauer notierten Achteln wird beim Musizieren das zweite Achtel verzögert, sodass sich die Triolenfigur (Triole) »Viertel/Achtel« ergibt.
 
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So entsteht jene für alle swingbeeinflussten Stilrichtungen (Swing, Blues, Boogie-Woogie, Rock 'n' Roll u. a.) typische legere, schwingende Interpretation. Sie ist jedoch vom Tempo und der Auffassung des Solisten bzw. Bandleaders abhängig, also nicht allgemein gültig oder mathematisch exakt definierbar. Das Triolenfeeling kommt in einem mittleren Tempo besonders gut zur Wirkung; im schnellen Tempo nähert sich die Ausführung dem Binären, im langsamen Tempo wird das zweite Achtel oft noch mehr verzögert. Ternär werden auch der Ride-Beat (Swingfigur auf dem Ride-Becken) und der Shuffle-Rhythmus gespielt.

Universal-Lexikon. 2012.

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